Quo vadis, IT? IT-Trends 2011

Geposted am 16. Februar 2011 von Conversory 5 Kommentare
IT Trends

Gerade die IT ist ein schnelllebiges Business und stärker als andere Bereiche aktuellen Trends unterworfen. Die letzten Jahre brachten vielfältige Herausforderungen und eine rasante Entwicklung in der Technik. Auch heuer wird es alles andere als Stillstand geben und so haben wir versucht, die wichtigsten Trends für Sie zusammenzufassen.

Alljährlich befragt das amerikanische CIO-Magazin in seiner „State of the CIO“-Studie einige hundert IT-Verantwortliche in den USA zu ihrer Einschätzung zu den Trends für das kommende Jahr. Demnach planen 2011 viele CIOs Investitionen, um die Produktivität ihrer Mitarbeiter zu steigern, Prozesse effizienter zu gestalten und Innovationen voranzutreiben. Auch Investitionen in mobile Technologien, wie etwa iPads, stehen laut der Studie im Fokus der 729 befragten CIOs. Doch wie sieht die Situation nun in Europa aus? Wir haben die heimischen IT-Trends 2011 für Sie zusammengefasst.

Cloud Computing & Virtualisierung

Die Cloud ist in aller Munde. Kaum ein Diskurs über IT kann sich im Moment dem Thema Cloud Computing entziehen. Das Angebot steigt in diesem Bereich exponentiell und wird auch inhaltlich immer umfangreicher. Es gibt kaum noch Themen, die nicht mittels der Cloud abgehandelt werden könnten. Doch nicht nur der Inhalt spricht für die neue Methode, auch preislich gehen die Anbieter extrem aggressiv ins Rennen. Schon lange wird über den endgültigen Durchbruch der Cloud spekuliert. Wir prognostizieren ihn für 2011.
Doch auch die Virtualisierung gewinnt nach wie vor an Breite. Mittlerweile zieht sich das Thema durch alle Technologie-Schichten und wird 2011 weiter an Bedeutung gewinnen.

IT-Mitarbeiter & Personalmanagement

Eine Herausforderung, der sich viele IT-Abteilungen heuer stellen müssen, ist das Empowerment und die Stärkung der Produktivität der Mitarbeiter. Vor allem das Schaffen von Freiräumen für anstehende Innovationsthemen wird entscheidend zum Erfolg von IT-Organisationen beitragen.
Auch die Anforderungen an den modernen IT-Mitarbeiter werden sich 2011 zu verschieben beginnen. Waren bisher vor allem technische Fähigkeiten gefragt, rücken nun andere Kompetenzen in den Vordergrund. Als interner Dienstleister wird er künftig eine verstärkte Vermittler-Rolle zwischen Fachbereichen und der IT übernehmen und auch die Geschäftsprozesse tragend mitgestalten und optimieren. Eine weitere Aufgabe wird die Formulierung der Anforderungen an IT-Lösungen darstellen.

Hardware & Mobility

Der spannendste Trendipad im Bereich Hardware ist in der zum Teil kompletten Dezentralisierung dieses Umfelds zu beobachten. Immer mehr Mitarbeiter wollen und bekommen mehr Mitspracherecht bei der Auswahl ihres Equipments. Zum Teil setzen Unternehmen auch darauf, ihren Mitarbeitern die Nutzung ihrer privaten Geräte im Unternehmen zu ermöglichen.
Zusätzlich wird auch der Einsatz von “State of the art”-Technologie, wie Tablets oder Smartphones, 2011 eine wesentliche Rolle spielen und zur stärkeren Mobilität und besseren Erreichbarkeit beitragen. An iPad und Co führt 2011 einfach kein Weg vorbei.

Geschäftsprozesse, Sicherheits- und Risikomanagement

Wie schon in den letzten Jahren wird die Weiter- und Neuentwicklung von Kernprozessen zentrale Aufgabe der IT sein. Zusätzlich wird der Stellenwert der IT im Sicherheitsumfeld massiv an Bedeutung gewinnen. Datensicherheit und der Schutz vor Zugriffen von außen sind Herausforderung und Chance zugleich. Die IT wird bei Sicherheitsthemen vermehrt mitreden und hat die Möglichkeit sich hier als Know-how-Träger zu positionieren. Mittelfristig wird die Verantwortung über Sicherheitsfragen gänzlich zu den CIOs wandern.

Einsparungen & Outsourcing

EinsparungenKosteneinsparungen bleiben weiterhin ein zentrales Thema. Die Nachwehen der Krise sind vor allem im IT-Umfeld noch deutlich zu spüren. Nichtsdestotrotz sind besonders im strategischen Umfeld Wachstumspotenziale und langfristig auch Investitionssteigerungen erkennbar. Auch der Bereich Outsourcing bleibt ein Dauerbrenner. Besonders der Umfang an ausgelagerten Commodity Services nimmt weiter ständig zu.

Positionierung

Wie stellt sich die IT für die Zukunft auf? Diese Frage beschäftigt viele Unternehmen und Organisationen schon seit Längerem. Der Trend geht hier eindeutig in Richtung Positionierung als interner Dienstleister mit klarer Fokussierung. Im Vordergrund werden vor allem die Bereiche stehen, die für die IT nachhaltiges und langfristiges Entwicklungspotenzial versprechen.

Feedback

Um sich weiterentwickeln zu können, wird auch der Umgang mit Feedback eine wichtige Rolle in den europäischen IT-Abteilungen spielen. Apropos Feedback: Wie sehen Sie eigentlich die IT-Trends 2011 in Europa im Vergleich zu den USA bzw. welche Themen werden Sie heuer besonders beschäftigen? Wir freuen uns auf Ihre Meinung!

Factbox

Das CIO-Magazin führt jedes Jahr eine Umfrage unter mehr als 700 CIOs in Amerika durch, um die IT-Trends für das kommende Jahr zu identifizieren. Die heurige Studie können sie unter http://www.cio.com/article/646750/2011_State_of_the_CIO_IT_Departments_Are_Fueling
_Company_Growth_Through_Strategic_Technology_Investments
nachlesen.

5 Kommentare

  1. Thomas Mikl, MSc
    7 Jahre alt

    Die Trends sind auch diejenigen die wir spüren.
    Wobei ich die Cloud als größte Gefahr für viele Unternehmen, die sich offensichtlich nicht bewusst sind, auf was sie sich einlassen.
    Die Rechtslage in Österreich und in der EU ist deutlich anders als in den USA wo der Cloud Hype herkommt.
    So ist die USA laut EU Richtlinie “kein vertrauenswürdiges Drittland für Mitarbeiter- und Kundendaten” und laut Österr. und EU Gesetz bleibt die Verantwortung für Daten und Datenverluste vor dem Gesetz immer die Firma selbst und NICHT der Cloud Anbieter. Somit ist der Cloud Anbieter bei Datenverlusten, Hacking etc. immer ohne Schuld vor dem Gesetz, den die jeweilige Firma/Kunde muss nachweisen wo die Daten liegen (was in der Cloud unmöglich ist).
    Interessante Fakten, die wenige bedenken…

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  2. Helmut Hubmann
    7 Jahre alt

    Sehr guter Kommentar!
    Zusammenfassend kann man sagen:

    Arbeitsplätze nach Maß:
    Mit der virtuellen „Desktop Cloud“ können Unternehmen künftig die IT-Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter einfacher verwalten, die IT-Infrastruktur sicherer machen und Betriebskosten reduzieren. Dabei sind die Sicherheits- und Compliance- Standards deutlich höher als bei herkömmlichen PCs.

    Aufwand minimieren:
    Der Cloud-Service „Development and Test Cloud“ für Softwareentwicklungs- und Testumgebungen unterstützt die Standardisierung von Entwicklungs- und Testsystemen. Das senkt den zeitlichen und finanziellen Aufwand bei der Softwareentwicklung deutlich.

    Geringe Investitions- und Betriebskosten
    „Das vielleicht wichtigste Argument für unsere Kunden sind die geringeren Investitions- und Betriebskosten bei großen Client-Infrastrukturen.

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  3. Alexander Breznik
    7 Jahre alt

    Neben dem Trend “Cloud Computing” – hier seien noch zwei interessante Dienste speziell für größere Unternehmungen genannt: Yammer.com sowie Chatter.com – hat aus meiner Sicht “Mobility” sehr viel Veränderung gebracht. Nicht nur die Möglichkeit, wichtige Management-Informationen, E-Mails etc. in Echtzeit überall abrufen zu können bringt dieses Thema mit sich. Wir kriegen auch mit, dass viele Kunden das Erscheinungsbild ihre Unternehmenssoftware im “iPhone-Stil” sehen wollen. iPad und Tablets tragen auch ihres dazu bei …

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  4. Michael Ghezzo
    7 Jahre alt

    Dazu ein aktueller Tipp: Gerade läuft die aktuelle CIO Umfrage aus Österreich: http://www.it-umfrage.at Teilnahme ist bis zum 4. März möglich.

    Das Ergebnis wird im Rahmen des CIO & IT-Managersummits am 14. April vorgestellt, wo auch der CIO Award verliehen wird. http://www.cioaward.at

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  5. Thomas Zapf
    6 Jahre alt

    Cloud ist ja wirklich in aller Munde und ich bin gespannt, wie sich dieser Trend 2011 entwickelt. Vor allem wie sich die Softwarehäuser mit der Lizenzierung und mit der bestehenden Architektur verhalten werden.

    Beim Thema Hardware und Mobilität, vor allem beim Client, habe ich bereits vor Jahren den XXX Euro Gutschein für die Mitarbeiter diskutiert, damit die “geliebte” oder besser beliebtere Hardware selbst organisiert werden kann. Die Argumente vom Top Management waren dann immer sehr spannend, wie z.B. ist ja zu teuer wenn ich mich selbst darum kümmern muss und was mache ich dann bei Defekten… – genau das war mein Ansatzpunkt, die IT Organisationen sollen sich um wichtigeres kümmern. Prozesse und Business Unterstützung und um die Integration dieser Lösungen ins Web- oder in virtuelle Umgebungen.
    Sehr interessant war aber zu erkennen, das auch die Outsourcing Provider mit sehr hohem Off Shore Anteil den client Preis mit virtueller Umgebung nicht in interessante Regionen bringen konnten – aber das wird sicher noch…

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